Geformte Gasreinigungsmasse für die Bindung von Schwefelwasserstoff

Das Problem

Schwefelwasserstoff in Biogas führt zu Korrosionsschäden in Rohrleitungen und Verbrennungsmotoren sowie durch die Bildung von Schwefeldioxid zu Umweltbelastungen. Nach dem Blockheizkraftwerk angeordnete Abgaskatalysatoren werden durch Schwefelwasserstoff geschädigt.

Die Lösung

Durch den Einsatz von geformter Gasreinigungsmasse auf Basis von Eisenhydroxid wird der Schwefelwasserstoff chemisch gebunden und auf diese Weise aus dem Gas dauerhaft entfernt. Zudosierter Luftsauerstoff führt zu einer kontinuierlichen Regenerierung der Masse. Auf diese Weise werden hohe Beladungsraten von mehr als 50 Gewichts-%, bezogen auf das Handelsprodukt, erzielt.

Das Verfahren

Das schwefelwasserstoffhaltige Biogas wird durch einen zylindrischen Entschwefelungsreaktor oder einen Hordenentschwefeler geleitet, in dem sich die geformte Gasreinigungsmasse befindet. Durch eine chemische Reaktion des gasförmigen Schwefelwasserstoffes mit dem Eisenhydroxid der Entschweflermasse wird festes Eisensulfid gebildet. Eine häufig praktizierte Zumischung von Luftsauerstoff bewirkt eine kontinuierliche Regeneration der Gasreinigungsmasse unter Bildung von elementarem Schwefel. Hierdurch wird eine maximale Beladung des Produktes FerroSorp S sichergestellt.

Anwendungsbeispiele

Die geformte Gasreingungsmasse “FerroSorp S” lässt sich bei den folgenden Gasbehandlungsverfahren besonders vorteilhaft einsetzen:

Entschwefelung von:

Eventuell vorhandene Siloxanverbindungen werden ebenfalls abgeschieden.

Die Reaktionen

Die bei der Beladung und der Regeneration der Entschwefelungsmasse ablaufenden chemischen Vorgänge lassen sich durch die im folgenden Schema dargestellten Reaktionsgleichungen beschreiben:

Die Vorteile im Überblick

Prospektblatt FerroSorp® S für Biogasanlagen [1.215 KB]